10 häufigsten Katzenkrankheiten & wie du diese vorzeitig erkennst

Unsere Stubentiger können von vielen Krankheiten betroffen sein. Die meisten davon werden durch Viren oder auch Parasiten hervorgerufen. In manchen Fällen ist es sogar genetisch bedingt.

Das gute daran – die meisten dieser Krankheiten kann man behandeln, wenn man sie frühzeitig erkennt.

Im Folgenden haben wir die 10 häufigsten Katzenkrankheiten, sowie deren Symptome aufgelistet.

Katzenkrankheiten
Foto: JJIMAGE /adobe stock photo

1. Katzenschnupfen

Ganz vorne bei der Liste dabei, ist der Katzenschnupfen. Ein Katzenschnupfen ist nicht zu verwechseln mit dem „normalen“ Schnupfen. Er kann nämlich lebensbedrohlich für unsere Katze sein. Es handelt sich hierbei um einen Infekt, der die Atemwege beeinträchtigt und Augenentzündungen hervorruft. In fortgeschrittenen Fällen kann sogar die Lunge betroffen sein.

Achtung: Er ist hochansteckend für andere Katzen und über husten/niesen übertragbar. Für uns Menschen ist er aber unbedenklich.

Symptome für Katzenschnupfen:

  • Nasenausfluss
  • Verklebte Augen
  • Starker Tränenfluss
  • Oder auch Fieber/ Appetitlosigkeit

Das kannst du dagegen tun:

Am besten solltest du deine Katze im voraus grundimmunisieren lassen. Das geschieht in der 8. & 12. Lebenswoche und danach ist eine jährliche Auffrischung nötig. Wenn deine Katze bereits betroffen ist, dann kann dir der Tierarzt mit Antibiotika helfen.

Zusätzlich kannst du mit feuchten Tüchern nachhelfen und die Verkrustungen an den Nasenöffnungen lösen, sodass eine Nasenatmung wieder möglich ist.

2. Katzenseuche

Fast genauso häufig kommt aber leider auch die Katzenseuche (Katzentaupe) vor. Wie du ahnen kannst, handelt es sich auch hierbei um eine hochansteckende Krankheit. Vor allem aber junge Katzen müssen sofort behandelt werden, da sie meistens schon am Folgetag den Krankheitsfolgen unterliegen. Die Katzenseuche wird durch den sogenannten „Parvovirus“ ausgelöst.

Symptome für Katzenseuche (bereits 3-6 Tage nach Infektion):

  • Erbrechen
  • Durchfall
  • Hohes Fieber
  • Bewegungsunlust
  • Katze frisst kaum bis gar nicht
  • Verliert viel Flüssigkeit und hat daher ständig Durst

Das kannst du dagegen tun:

Auch bei der Katzenseuche ist eine Grundimmunisierung in der 8. & 12. Lebenswoche möglich. Eine Auffrischung findet dann alle 1-3 Jahre statt. Wenn deine Katze schon betroffen ist, dann solltest du sofort zum Tierarzt. Er behandelt deinen Liebling dann mit sogenannten Interferonen & Serum-Antikörpern.

3. Toxoplasmose

Hierbei handelt es sich um eine Infektionskrankheit, bei der sich Parasiten (Toxosplasmen) im Darm festsetzen und vermehren.

Achtung: Diese Krankheit ist auch für den Menschen ansteckend. Die Keime werden durch den Darm der Katze ausgeschieden, weswegen man sich nach der Säuberung des Katzenklos gründlich die Hände waschen sollte. Insbesondere Freigänger, die sich von Beutetieren ernähren sind davon betroffen. Hauskatzen also eher nicht. Auch rohes Fleisch (vor allem Schweinefleisch) kann ein Auslöser dafür sein.

Symptome für Toxoplasmose (nur bei jungen/schwachen Katzen):

  • Atemstörungen
  • Appetitlosigkeit
  • Fieber
  • Husten

Das kannst du dagegen tun:

Toxoplasmose muss schnellstmöglich vom Tierarzt mit Antibiotika behandelt werden. Glücklicherweise erfolgt diese Erkrankung nur einmal im Leben des Stubentigers. Danach entwickeln sie eine gewisse Immunität gegen diese Krankheit.

4. Katzenleukämie

Katzenleukämie ist eine langwierige Virus Erkrankung, die meist akut oder chronisch verlaufen kann. Leider ist es nicht möglich diese Katzenkrankheit zu heilen. Aber auch mit Leukämie kann die Katze noch problemlos 3-5 weitere Jahre unbeschwert leben.

Ausgelöst wird es durch das sogenannte Felinen-Leukämie-Virus (FeLV), das scheinbar über den Speichel/Kot von Katze zu Katze übertragen wird. Weitere Ursachen für diese Krankheit sind leider noch nicht ausreichend untersucht.

Symptome für Katzenleukämie:

  • Müdigkeit
  • Schwäche (Die Katze kränkelt)
  • Abmagerung
  • Fieber

Das kannst du dagegen tun:

Eine Impfung soll im Vorfeld gegen Katzenleukämie schützen.

Stellt der Tierarzt über die Blutabnahme Leukämie fest, wird er dich über die anstehenden Pflegemaßnahmen aufklären.

Katze beim Tierarzt
Ist die Katze gesund, dann freut sich der Mensch. Foto: Hcommunications/Bigstock

5. FIP (Feline Infektiöse Peritonitis)

Bei FIP handelt es sich um eine chronische Bauchfellentzündung, die leider meistens tödlich endet. Es gibt 2 Verlaufsformen von FIP. Bei der feuchten Verlaufsform bilden sich Ergüsse in den Körperhöhlen, was zu einem „Wasserbauch“ führt. Bei der trockenen Verlaufsform entstehen Entzündungen in den inneren Organen (Nieren, Leber, Milz).

Hervorgerufen wird FIP durch die sogenannten Corona-Viren, welche über den Speichel/Kot anderer Katzen übertragen werden.

Symptome für FIP:

  • Fieber
  • Mattigkeit
  • Starke Zunahme des Bauchumfangs
  • Katze liegt viel herum und schläft viel mehr als sonst

Das kannst du dagegen tun:

Bisher gibt es noch keine Therapie gegen diese Krankheit, abgesehen von der FIP Impfung (über dessen Wirkung man sich aber nach wie vor unsicher ist).

Man sollte erstmal durch den Tierarzt checken lassen, ob es sich auch wirklich um FIP handelt (Diagnose ist nicht einfach).

6. Niereninsuffizienz (CNI)

CNI ist eine der häufigsten Todesursachen bei älteren Katzen. Es ist eine unheilbare Erkrankung, bei der die Nierenfunktionen immer weiter abnehmen.

In den meisten Fällen wird CNI durch das fortgeschrittene Katzenalter hervorgerufen. Aber auch eiweißreiche Kost über einen längeren Zeitraum kann die Nieren belasten und CNI verursachen.

Symptome für CNI

(Leider erst erkennbar, wenn bereits 60-70% des Filtergewebes abgebaut sind):

  • Die Katze trinkt & uriniert ungewöhnlich viel
  • Gewichtsverlust / Erbrechen
  • Süßlicher Geruch aus dem Mund (Harnstoff)

Das kannst du dagegen tun:

CNI kann man durch ausreichend Flüssigkeit vorbeugen. Wenn deine Katze hauptsächlich Trockenfutter bekommt, sollte sie auch ausreichend trinken.

Wenn deine Katze bereits betroffen ist, kann der Tierarzt den Krankheitsprozess verlangsamen. Meistens ist dafür eine Ernährungsumstellung nötig.

7. Katzendiabetes

Nicht nur Menschen, sondern auch Katzen können an Diabetes (Zuckerkrankheit) erkranken. Bei dieser Erkrankung kann die Samtpfote den Zucker aus den Nahrungsmitteln nicht mehr als Energiequelle nutzen. Der Körper verarbeitet es daher in Fett oder Eiweiß. Hierdurch steigt der Blutzuckerspiegel an und das Immunsystem wird geschwächt.

Katzendiabetes kann genetisch veranlagt sein. Vor allem aber übergewichtige Katzen haben ein erhöhtes Risiko daran zu erkranken.

Symptome für Katzendiabetes:

  • Glanzloses, struppiges Fell
  • Die Katze hat ständig Durst
  • Gewichtsverlust, trotz viel Futter

Das kannst du dagegen tun:

Bei den ersten Anzeichen auf Diabetes sofort den Tierarzt aufsuchen. Früh behandelt, hat man gute Erfolgschancen. Durch eine Ernährungsumstellung und Insulin-Spritzen kann man die Krankheitsfolgen stark eindämmen.

8. Schilddrüsen-Überfunktion

Bei einer Überfunktion der Schilddrüsen, produziert diese übermäßig viele Hormone. Unbehandelt können dadurch Organschäden an Niere, Herz und Leber hervorgerufen werden.

Hervorgerufen wird diese Krankheit durch Knoten an der Schilddrüse.

Symptome für Schilddrüsen-Überfunktion:

  • Gewichtsverlust
  • Durchfall
  • Erbrechen
  • Vermehrtes Hecheln / Atemnot
  • Katze verhält sich munter, unruhig oder auch aggressiv

Das kannst du dagegen tun:

Glücklicherweise ist eine Behandlung durch den Tierarzt möglich. Hierbei kommen entweder Medikamente oder eine Operation zum Einsatz. Auch eine sogenannte „Radiojodtherapie“ kann angewandt werden, welche das erkrankte Schilddrüsengewebe zerstört.

9. Katzenpocken

Katzenpocken sind eine fiese Infektionskrankheit, die auch den Menschen befallen kann. Wenn man Katzenpocken nicht rechtzeitig behandelt, kann es zu Entzündungen an Zunge und Magenschleimhaut kommen.

Übertragen wird diese Krankheit meistens durch Nagetiere.

Symptome für Katzenpocken:

  • Ausschläge auf der Haut
  • Knötchen am Kopf der Katze

Das kannst du dagegen tun:

Bislang gibt es immer noch keinen Impfstoff gegen Katzenpocken. Jedoch gibt es Maßnahmen, die den Hautausschlag bekämpfen sollen und das Immunsystem stärken.

10. Haarausfall (Alopezie)

Haarausfall ist etwas völlig Normales bei Katzen, solange das Fell auch wieder nachwächst. Sobald zu wenig oder gar kein Fell mehr nachwächst, ist die Rede von Alopezie.

Alopezie kann durch Flöhe, Milben und Pilzerkrankungen ausgelöst werden.

Symptome für Alopezie:

  • Verliert mehr Fell, als nachwächst
  • Vermehrte Haarbüschel in der Wohnung
  • Kahle Stellen am Körper

Das kannst du dagegen tun:

Der Arzt kann Alopezie nicht direkt behandeln, aber zumindest die Ursache dafür ausfindig machen. Das kann über den Urin, eine Stuhlprobe oder auch einen Allergietest erfolgen.

Fazit

Leider gibt es unglaublich viele Katzenkrankheiten, die unsere Samtpfote befallen können. Wenn man diese Krankheiten aber frühzeitig erkennt, hat man immer noch die besten Behandlungschancen. Dafür sollte man jedoch die Symptome kennen und einschätzen können.

Bei Unschlüssigkeit gilt: Lieber einmal zu oft zum Tierarzt, als zu wenig.

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